FASZIEN

Das steckt dahinter darin! – Vier Fragen und Antworten

  1. Was sind Faszien und warum sind sie so wichtig?

Faszien sind Bindegewebe, das von unseren Fußspitzen bis zur Schädeldecke reicht. Sie bestehen aus reißfestem Kollagen und gleichzeitig elastischen Elastin und umhüllen netzartig jeden Muskel, alle Organe und den Körper als Ganzes. Ohne Faszien wäre der menschliche Körper bewegungsunfähig – sie sind immer aktiv! Bei jedem Handgriff, beim Joggen oder beim Arbeiten am Computer dehnen und ziehen sie sich zusammen. Sie halten alle Organe, vom Gehirn bis zu den Nieren an ihrem Platz, und ohne sie gäbe es keinen Herzschlag. Aufgrund seiner Vernetzung mit Nervenfasern und Rezeptoren sind sie maßgeblich für unsere körperliche und seelische Gesundheit verantwortlich.

2. Können Faszien Ursache für Schmerzen sein?

Ja, denn gehen wir nicht verantwortungsbewusst mit unserem Körper um, hierzu zählen Bewegung und Ernährung, können sie regelrecht verfilzen. Sie ziehen sich zusammen und es kommt zu kleinen Rissen und gequetschten Nervenzellen im empfindlichen Gewebe. Verfilztes Fasziengewebe sendet seine Schmerzreize direkt an das Nervensystem, das sie in den Bereich des Gehirns weiterleitet der die Körperwahrnehmung mit Gefühlen verknüpft. Mediziner vermuten deshalb, dass Patienten mit faszialen Schmerzen mehr leiden als solche mit Muskelschmerzen

Werden Organe durch Verfilzungen eingeengt, entsteht dort ein erhöhter Druck, der beispielsweise den Herzschlag beeinflussen kann und damit Auswirkungen auf den ganzen Organismus hat. Zu Verfilzungen im Bindegewebe kommt es vor allem durch Fehlbelastung und Inaktivität, aber auch unsere Ernährung spielt eine Rolle. Selbst bei Injektionen und einfachen Operationen müssen Faszien durchtrennt werden und es kann zu Vernarbungen kommen.

3. Wenn Faszien so wichtig sind – warum sprechen erst jetzt alle darüber?

Das ist so nicht ganz richtig. In der Osteopathie spielen Faszien schon immer eine zentrale Rolle und auch in der Akkupunktur benutzen Therapeuten seit etlichen Jahren die Eigenschaften und Verläufe der Faszienbahnen. Jedoch sind diese Therapiemöglichkeiten noch wenig wissenschaftlich untermauert. Wo sich Osteopathen und Akkupunkteure auf ihr geschultes Fingerspitzengefühl verliesen fehlte es an messbaren und sichtbaren Fakten. Mit der Etablierung von Computertomographen und Ultraschallgeräten konnten Forscher die Bedeutung der Faszien erst in den vergangenen Jahren wissenschaftlich nachweisen und sichtbar machen.

4. Wie kann ich meine Faszien gesund und beweglich halten

Oberste Priorität: Bewegung! Faszien müssen bewegt, gestreckt, gedehnt und gedrückt werden, damit sie elastisch bleiben. Bestimmte Bewegungsprogramme wie Faszienyoga oder Selbstmassagen mit bestimmten Faszienrollen unterstützen den Erhalt und die Regeneration des Gewebes. Sie dienen als sinnvolle Ergänzung unseres Alltags.

Proteinhaltige Lebensmittel (Linsen, Bohnen, Nüsse) sind gut zur Ernährung des Bindegewebes, da dieses ebenfalls hauptsächlich aus Eiweißstoffen besteht. Ein noch größerer Bestandteil ist Wasser, wodurch ausreichendes Trinken enorm wichtig ist.

 

UNICURA bietet Ihnen mit osteopathischen Behandlungen und über die LNB Schmerztherapie verschiedene Möglichkeiten der Faszienbehandlung. Möchten Sie wissen, ob das fasziale Bindegewebe ein Auslöser ihrer Schmerzen und Einschränkungen ist oder sich Übungen und Dehnungen zeigen lassen um beweglich und gesund zu bleiben? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre,

Anne-Kathrin Alff

Termine nach telefonischer Vereinbarung oder Online-Buchung.

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